Nervosität, Unruhezustände und Einschlafstörungen lassen sich mit Arzneitees gut behandeln. Vor allem bei Schlafstörungen wirken entsprechende Teemischungen schlafanstoßend, ohne narkotische oder hypnotische Effekte hervorzurufen; es kommt also zu einem erholsamen Schlaf ohne nachhängende Müdigkeit, wie sie z.B. nach Einnahme einiger Benzodiazepine beobachtet wird, auch führen Arzneitees nicht zu Gewöhnung oder Abhängigkeit.
Die Arbeitsgruppe "Arzneitees - Teedrogen" der ÖGPhyt schlägt deshalb zur Behandlung von Unruhezuständen und von Einschlafstörungen einige Teemischungen vor, die im Folgenden näher charakterisiert sind. Die einzelnen dabei vorgeschriebenen Drogen haben sich in der Praxis in Jahrzehnten erfolgreich bewährt. Pharmakologische Prüfungen einzelner Inhaltsstoffe geben Hinweise auf eine Beeinflussung physiologischer Vorgänge im Gehirn (Rezeptor-Bindungsstudien, Beeinflussung des Glucose-Stoffwechsels im Gehirn u.a.).
Bei nervösen Störungen, die mit leichten depressiven Stimmungen einhergehen, wird der Beruhigende Tee 4 empfohlen.
Bemerkungen: Die einzelnen Bestandteile sind in fein geschnittenem Zustand zu mischen. Die Teemischungen sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt, in gut schließenden Gefäßen (am besten aus Glas) aufzubewahren.
Zubereitung: 1 Esslöffel Teemischung wird mit 150 ml (entspricht einer Teetasse) kochendem Wasser übergossen und unter gelegentlichem Umrühren 10 min ziehen gelassen. Anschließend abseihen und mäßig warm trinken.
Anwendung: Bei Einschlafstörungen etwa 15 min vor dem Zu-Bett-Gehen trinken, bei Unruhe und nervösen Störungen 3 mal täglich eine Tasse, möglichst kurmäßig (2-3 Wochen).