"St. Luciä-Chinarindenbaum.
Wächst in Westindien auf den Inseln Jamaica, Hispaniola, St. Lucia, Dominica, Guadeloupe.
und Martinique auf den waldigen Gipfeln der Berge und an den Ufern der Flüsse.
Blühet im Junius und Julius.
Die Rinde von dem Exostemma floribundum ist unter mehreren Nahmen, als: Cortex Chinae
St. Luciae oder China St. Luciae , China martinicensis, China jamaicensis, China montana,
China Piton, Chinchina Piton, Quinquina Pitoni bekannt geworden, und zwar sind alle diese
Nahmen, theils vom Vaterland, theils vom Standorte hergekommen. In Frankreich, wo diese Rinde
zuerst bekannt wurde, ist die letztere Benennung üblich. Man hat bei den beiden letzten Benennungen
das fremde Wort Piton, worunter man den Gipfel der Berge versteht, zur Bezeichnung
dieser Rinde aufgenommen.
Nach Badier und Hagen kommt diese Rinde
in zusammengerollten Stücken von der Dicke eines Gänsekiels und von der Länge eines Zolles
vor, fällt nicht so in das Rothe, wie die braune Fieberrinde, sondern zeigt, wenn sie von der
Oberhaut entblößt ist, eine graue oder graulichbraune Farbe, ist im Bruche kurzfaserig, besitzt
einen etwas gewürzhaften Geruch, und schmeckt anfangs angenehm und gewürzhaft, nachher aber
ekelhaft bitter."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Siebenter Band. 1855.)