"Den italischen Vätern der neuern Pflanzenkunde verdanken wir, wie noch so Vieles , die richtige Deutung des Cytisus der Alten, welcher nichts anderes ist, als der sogenannte baumartige Schneckenklee, Medicago arborea L. , der in Griechenland, so wie in andern warmen Ländern nicht nur wild wächst, sondern auch gezogen wird, unter Teutschlands kälterem Himmel aber kaum ausdauern würde.
Auf der Insel Kytnos soll die Pflanze zuerst gefunden, von da auf alle Cycladen verpflanzt, und endlich auch als Futterkraut in alle Städte Griechenlands verbreitet worden seyn. Aristoteles scheint der erste zu seyn, der von der Pflanze sprach, und sie als das beste, besonders die Milch mehrende Viehfutter empfahl , doch den Gebrauch während der Blüthezeit nicht zuträglich fand , was später von vielen Schriftstellern wiederholt wurde, welche alle, so wie überhaupt was die Alten von dem Cytisus in ihren Schriften hinterließen Kurt Sprengel in einer eigenen Abhandlung sammelte.
Die Hippokratiker sagen von dem Cytisus überhaupt, dass dessen Saft auf den Urin wirke und empfehlen die Pflanze den Säugenden bei Mangel an Milch, wozu sie wahrscheinlich die Erfahrung an Thieren vermocht hatte."
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)