"Lycopodium clavatum
Die Saatkörner des Lycopodium clavatum , die man gewöhnlich Samen nennt, werden
nach Verschiedenheit der Provinzen Deutschlands auch mit verschiedenen Namen belegt, als:
Klopfpulver, Blitzpulver, Moospulver, Streupulver, Hexenmehl, Bärlappsamen.
Sie stellen ein sehr feines bräunlich -blassgelbes Pulver dar, welches in den Apotheken Lycopodium
, Farina Lycopodii , Pulvis Lycopodii, Semen Lycopodii , Sulphur Lycopodii und
auch Sulphur vegetabile genannt wird. Beym Einsammeln desselben werden im August und September
bloß die Ähren des Gewächses abgeschnitten und in einen Ofen getrocknet, wo sie dann
die in ihren Kapseln enthaltenen Saatkörner in Form dieses Pulvers ausstreuen. ...
Man bedient sich dieses feinen Pulvers gewöhnlich nur zum Bestreuen der Pillen ; und äußerlich
wendet man es als ein austrocknendes Mittel beym Wundwerden der Kinder an."
(Gottlob Friedrich Hayne: Getreue Darstellung und Beschreibung der in der Arzneykunde gebräuchlichen Gewächse. Achter Band. 1822)