"[III.113. - Asphaltklee] - Psorea bituminosa (Papilionacea) - Asphaltklee
Das Triphyllon - Einige nennen es Oxyphyllon, Andere Menyanthes, Asphaltion, Knikion, die Römer Trifolium acutum, odoratum - ist ein mehr als ellenhoher Strauch und hat zarte dunkle Zweige mit binsenartigen Nebenzweigen, an denen Blätter sitzen, welche denen des Zürgelbaumes ähnlich sind, drei an jedem Trieb. Sie haben, wenn sie oben hervorgebrochen sind, den Geruch nach Raute, wenn sie ausgewachsen sind, nach Asphalt. Es entwickelt eine purpurfarbige Blüte, einen etwas flachen und schwach behaarten Samen, der an dem einen Ende eine Art Hörnchen hat. Die Wurzel ist dünn, lang und fest. Der Same und die Blätter, in Wasser getrunken, helfen bei Brustfellentzündung, Harnverhaltung, Epilepsie, beginnender Wassersucht und bei Hysterie; auch befördern sie die Menstruation. Man muß aber vom Samen 3 Drachmen, von den Blättern 4 Drachmen geben; den von giftigen Tieren Gebissenen helfen die fein gestoßenen Blätter mit Sauerhonig getrunken. Einige berichten, daß die Abkochung des ganzen Strauches, der Wurzel samt den Blättern als Bähung die Schmerzen bei den von giftigen Tieren Gebissenen lindern. Wenn Einer aber ein anderes Geschwür hat und daran behandelt wird, so leidet er durch die Blähung in derselben Weise wie durch die Bisse. Einige trinken beim dreitägigen Fieber drei Blätter oder drei Samen mit Wein, beim viertägigen vier als Mittel, welche das periodische Fieber brechen. Die Wurzel selbst wird auch den Gegenmitteln zugemischt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)