" LOBELIUS schreibet/ dass es den Harn sehr und gewaltig ausstreibe. GESNERUS meldet/ dass die Wurtzel niessent mache. Bey den Sachsen braucht es das gemeine Volck/ denen so hoch hinunter gefallen/ oder so sich sonst etwan mit Arbeit verletzt haben: Nement ein Handtvoll/ sieden es in Bier/ drincken dess Morgendts einen Trunck warm davon/ decken sich zu/ unnd schwitzen: Wo sie sich dann verletzt haben/ empfinden sie an dem verletzten Ort grossen Schmertzen/ auff zwo oder drey Stundt/ unnd werden also curirt: Haben sie sich aber nicht verletzt/ empfinden sie keine Veränderung.
Auch zu Dantzig in Preussen ist es sehr in grossem Brauch/ und ob wol bey jhnen es nicht wächst/ wirdt es doch auss Nieder Sachsen in Fässern dahin gebracht. [Ein Quintlein dieser Wurtzel oder mehr mit Wein getruncken/ ist gut den jenigen/ so von einer Kröten gebissen seyn/ oder opium gessen haben. Das Kraut wie ein Pflaster auffgelegt/ sänfftiget die Geschwülst. Ist sonsten gar nicht im Gebrauch der Artzeney wie auch DODONAEUS bezeuget.]"
(Tabernaemontanus Kräuterbuch, 1613)