"Sesquiterpene: Arnikablüten: Die Blüten der Arnikapflanze enthalten 0,2% Sesquiterpenlaktone, darunter Helenalin und Helenalinester. Die verschiedenen Herkünfte - Spanien, ehem. Jugoslawien, Mitteleuropa - lassen sich an Hand des Sesquiterpenmusters dünnschichtchromatografisch unterscheiden. Das ist wichtig, um Sorten mit hoher allergener Potenz von der Verwendung auszuschließen."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)

"Arnikatinktur: wird hergestellt aus 1 Teil Arnikablüten und 10 Teilen verdünntem Weingeist. Die Blüten stammen von der wildwachsenden Arnica montana, einige Pharmakopöen lassen auch kultivierte Arnica chamissonis ssp. foliosa zu. Die Droge enthält geringe Mengen (etwa 0,1%) eines rotgelben ätherischen Öls von butterartiger Konsistenz - bedingt durch das Vorkommen von Alkanen - und einem etwas an Kamille erinnernden Geruch (süß-krautig). Im Öl sind ferner sehr geringe Mengen Thymol und Thymolmethylether enthalten.
Die Droge wird äußerlich in Form der Tinktur als lokales Reizmittel angewendet. Bei zu hoher Konzentration treten schwere Entzündungen mit Blasenbildung und Gewebsnekrosen auf (trifft nicht für Salben zu). Die äußerliche Anwendung der Arnikatinktur - sie ist beliebt zur Unterstützung der Therapie von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Blutergüssen und Quetschungen - stößt bei Dermatologen auf wenig Verständnis, und zwar wegen der allergenen Potenz des Helenalins und seiner Ester."
(Ernst Steinegger, Rudolf Hänsel: Lehrbuch der Pharmakognosie und Phytopharmazie, Springer-Verlag, 1988)