"Die zam Angelick hat einen stengel der ist zweyer elnbogen hoch / dick unnd knöpffecht wie ein starck rhor / jnwendig hol / die bletter seind zerspalten / unnd zu ringßumbher zerkerfft / wie die öberste bletter an dem Teütschen Bernklaw / aber zarter. An dem stengel gewindt es dünne flemen / als auffgeblasene hole secklin / auß den selbigen kreüchen die schöne kronen nit anderst dann am Fenchel / die tragen weisse blümlin mit purpurbraun vermengt / darauß würt ein breyter sam / am geschmack und geruch gleich der wurtzel / welche ist dick / unnd lang / mit vilen neben zincken und zaseln / außwendig schwartz / jnwendig aber weiß. Die wild ist der zammen etwas gleich / doch seind die bletter gantz / unnd nit zerspalten / auch etwas lenger / die blumen etwas weisser / der samen auch breyter. Die wurtzel ist am geruch und geschmack vil schwächer."
(Leonhart Fuchs: Das Kräuterbuch von 1543)