"[IV.13. - Klymenon] - Calendula arvensis (Compositae) - Ackertodtenblume
Das Klymenon [Einige nennen es Kalykanthemon, Andere Periklymenon, Heliophyes, Hepatitis, Smilax, Anatolikon, Dytikon, Mergine, die Römer Volucrum auch Volucrum majus, die Aegypter Oxivi, noch Andere Klymenion, auch Agonon] treibt einen vierkantigen, dem der Boline ähnlichen Stengel, die Blätter ähneln denen des Wegerichs. Am Stengel hat es einander zunickende Troddeln, welche [einem Kreisbogen gleichen] und den Fangfüssen des Polypen. Das beste ist das bergige. Die ganze Pflanze sammt der Wurzel wird zu Saft verarbeitet. Der Saft wird gegen Blutauswurf getrunken, gegen Magenleiden und rothen Fluss, weil er adstringirend und kühlend ist. Er stillt auch das Nasenbluten. Die fein gestossenen Blätter als Umschlag auf frische Wunden gelegt wirken heilend bis zur Narbenbildung."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)