"[I.159. - Apfelbaum] - Pirus Malus (Rosaceae) - Apfelbaum
Die Blätter, Bläthen und Zweige von jeglichem Apfelbaum, am meisten
von der Quitte, adstringiren. Auch die unreife Frucht erweist sich zusammenziehend, die ausgereifte aber nicht in gleichem Grade. Die im Frühjahr anreifenden Aepfel sind Galle erzeugend, dem ganzen Nervensystem schädlich,
sie verursachen Blähungen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[I.161. - Honigäpfel]
Die Honigäpfel erweichen den Bauch und treiben die (Thiere) Würmer aus.
Sie sind dem Magen schädlich und verursachen Hitze. Von Einigen werden
sie Süssäpfel genannt."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[I.162. - Epirotische Äpfel]
Die sogen. epirotischen Äpfel, in römischer Sprache Orbiculata, sind
dem Magen wohlbekömmlich, hemmen den Durchfall, befördern den Urin,
sind jedoch von schwächerer Kraft als die Quitten."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)
"[I.163. - Wilde Äpfel]
Die wilden Aepfel sind den Frühlingsäpfeln ähnlich, adstringirend. Man
muss aber, wo man sie als Adstringens gebraucht, allemal die unreiferen
wählen."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)