"Quid referam iuxta positi nimiumque potentis
Marrubii non vile genus, licet; acrius ora
Mordeat et longe gustum disiungat odore.
Dulce enim olet, non dulce sapit, sed pectoris aegros
Conprimit angores , tristi dum sumitur haustu,
Praecipue talis calcat si potus ab igni,
Et caenam cyathis cogatur claudere erebris.
Si quando infensae quaesita venena novercae.
Potibus inmiscent, dapibusve aconita dolosis
Tristia confundunt, extemplo sumta salubris
Potio Marrubii suspecta pericula pressat."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)
"Soll ich den Andorn daneben erwähnen, das schätzbare, kräftig
Wirkende Kraut, mag schärfer er zwar auch brennen im Munde
Und im Geschmack sich weit unterscheiden von seinem Geruche?
Duftet er süß, so schmeckt er nicht süß, doch vermag er zu lindern
Arge Beklemmung der Brust, geschluckt als bitteres Tränklein,
Ganz besonders dann, wenn er heiß vom Feuer geschlürft wird
Und man sich zwingt, nach dem Mahl davon becherweise zu trinken.
Sollten dir Stiefmütter je feindselig bereitete Gifte
Mischen in das Getränk oder trügenden Speisen verderblich
Eisenhut mengen, so scheucht ein Trank des heilkräftigen Andorns,
Unverzüglich genommen, die drohenden Lebensgefahren."
(Walahfried Strabo: Liber de Cultura Hortorum von 827)