"Noch heut zu Tage bewahren wir das sogenannte
Gummi ammoniacum in unsern Officinen auf, und wenden
es häufig äußerlich sowohl als innerlich an; so alt;
also dies Medikament ist, so wissen wir dennoch nicht
mit Sicherheit von welcher Pflanze es erhalten wird.
Man gibt zwar Ferula orientalis L. an; doch hat
man kaum zureichende Gründe für diese Annahme.
Tournefort fand die genannte Ferula um Kars in Armenien,
beschrieb sie und ließ sie abbilden, aber dass
sie das Ammoniakon liefere, davon sagt er kein Wort.
Johnson sah die wahre Pflanze um Jesdekhast in Persien
und gibt auch Nachricht von dem Einsammeln des
Ammoniakums, aber welche Pflanze er sah, kann aus
seiner kurzen Beschreibung nicht ausgemittelt werden.
Die Hippokratiker gebrauchten das Animoniakon
gegen hysterische Beschwerden mit Wein.
"
(J.H.Dierbach: Die Arzneimittel des Hippokrates, 1824)