"[IV.184. - Saumfarn] - Pteris aquilina (Polypodiaceae) - Saumfarn
Thelypteris - Einige nennen sie Nymphaia Pteris [die Römer Lingua
cervina] - hat dem gemeinen Wurmfarn ähnliche Blätter die [aber nicht
aus einem Spross wie bei jenem kommen, sondern] viele und höhere
Schüsse haben. Die Wurzeln sind gross, breit, gelblich-schwarz, einige
auch roth. Auch diese, im Leckmittel mit Honig genommen, treiben den
Bandwurm aus; in der Menge von 3 Drachmen mit Wein genommen
tödten sie auch die runden Eingeweidewürmer. Wenn sie den Frauen
gegeben worden, verhindern sie die Empfängniss, wenn sie eine Schwangere nimmt, macht sie eine Fehlgeburt. Trocken werden sie auf schwer
heilende und sehr feuchte Geschwüre gestreut. Sie heilen auch den
Nacken der Zugthiere; die ganz jungen Blittter werden wie Gemüse gekocht und gegessen, sie erweichen den Bauch."
(Dioskurides: Materia Medica, Übersetzung von Julius Berends, 1902)